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Ein FSJ im Sport – mehr Berufung als Beruf

Mittwoch, 1. September 2010

Nachdem nun meine letzten Stunden als FSJ’ler des Basketballverbandes Sachsen angebrochen sind und die Aufgaben immer weniger werden möchte ich mich noch mit einem kleinen Abschlussbericht verabschieden.


Wenn ich ein Fazit ziehen müsste, würde ich sagen, dass das Jahr definitiv nicht verschwendet war. Es gibt ja immer wieder dieses Gerede, dass ein Freiwilliges Soziales Jahr immer nur ein Jahr ist für Menschen, die nichts mit sich anzufangen wissen. Zumindest in meinem Falle ist das Quatsch. Ich wollte gern ein bisschen Zeit zur Orientierung in Richtung Studium erhalten und gleichzeitig noch meine Fähigkeiten als Basketballtrainer einbringen, um den Basketball in und um Chemnitz ein kleines Stück nach vorn zu bringen.

Ich denke, beides erreicht zu haben. Durch meine Arbeit in den Grundschul-AG’s und die vielen Aktionen, die ich mit dem Chemnitzer Nachwuchstrainer Gundolf Schmidt und Julian Opitz – dem FSJ’ler der BV Chemnitz 99 e.V. – durchführte, haben wir es als Team geschafft, viele Kinder in die beiden Chemnitzer Basketballvereine zu lotsen. Das ist schon ein großer Erfolg, den wir erzielt haben.

Auch dem Verband konnte ich bei den täglich anfallenden Arbeiten helfen. In der Geschäftsstelle half ich bei organisatorischen Arbeiten aller Art, auch wenn das nicht gerade der liebste Teil meiner Zeit hier war. Sei es die Post, die ich erledigte, Urkunden und Medaillen für Turniere organisieren, Statistiken anfertigen oder auch einfach schauen, dass es in der Geschäftsstelle sauber blieb: Es war immer eine Menge zu tun.

Wie geht es jetzt weiter: Im Oktober beginnt mein Studium (Systems Engineering) an der TU Chemnitz. Sportlich werde ich nun als Co-Trainer von Torsten Loibl bei den NINERS hier in Chemnitz in der zweiten Liga (ProA) tätig sein. Natürlich ist das eine riesige Herausforderung für mich, auf die ich mich aber selbstverständlich sehr freue.

Als Fazit muss ich sagen, dass man ein FSJ im Sport nicht für Geld macht, sondern vielmehr für die gute Sache. Ich war Trainer, Sekretär, Lehrer, Putzkraft, Maler, KfZ-Mechaniker, Chauffeur und noch vieles mehr. Ich hatte Tage, an denen ich nur vier Stunden geschlafen habe und Tage, an denen ich nur vier Stunden gearbeitet habe. Und es gab immer eine Menge zu tun, damit die Sachen, die man sich vorgenommen hatte auch umgesetzt werden konnten. Aber ich hatte eine Menge Spaß in dem Jahr und auch eine Menge Erfolg. Und das ist doch die Hauptsache.

Letztendlich möchte ich mich noch bei meiner Mentorin Frau Marusch, bei Landestrainer Andreas Kretzschmar und Nachwuchstrainer Gundolf Schmidt für die gute Zusammenarbeit und die gute Anleitung bedanken. Es war ein sehr schönes Jahr mit jeder Menge Erfahrungen.

Felix Schreier

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